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Lorenz Andreas Fischer - Fotografie
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Monatsbild Mai

Spielerische Rauferei bei Braunbären / Tierpark Goldau, Kt. Schwyz / Schweiz
Das 800er auf der Photomünsingen 2013: Nikons neues Supertele ist in meinen Seminaren und am Stand von Photo Video Zumstein zu sehen!
Überraschend bin ich zu einer Testlinse des neuen, raren 800ers aus dem Hause Nikon gekommen. In der Schweiz soll es zurzeit nur gerade zwei Exemplare davon geben. Meine Testlinse werde ich auch an der Photo Münsingen über das Auffahrtswochenende zeigen.
Eigentlich entfaltet dieses Tele innerhalb der Naturfotografie seine Stärken v.a. bei der Vogelfotografie. Ausprobieren wollte ich die Linse allerdings zuerst an Tieren, die etwas imposanter daherkommen. An der Wolf-Bärenanlage im Tierpark Goldau habe ich das edle Teil einem ersten Test unterzogen.
Erste Erfahrungen mit dem 800er
Zuerst fällt die kleine Bauart ins Auge. Im Vergleich mit dem 600er f4 oder dem 400er f2.8, kommt das neue Supertele schon fast schnuckelig und handlich daher. Die Anfangsblende 5.6 macht einen kleineren Durchmesser der Frontlinse und einen schmaleren Tubus hinten, die neu eingesetzte Technik eine kompakte Bauart möglich. Die Linse ist nur unwesentlich länger als ein 600er, dabei aber ein wenig leichter und deutlich schmaler. Das neue 800er passt daher auch in den Weichbeutel, der z.B. mit dem 200-400mm ausgeliefert wird. Die Linse ist sehr gut ausbalanciert und lässt sich wunderbar leicht über die Stativschelle drehen, z.B. auf einem Wimberley-Head. Der Stativfuss ist weniger hoch ausgefallen, so dass der Schwerpunkt weiter unten liegt und die Linse auf einem Wimberley-Head nicht mehr nach vorne oder hinten kippen kann.
Die Linse produziert scharfe, detailreiche Bilder, mit etwas weniger Kontrast als das 200-400er, das
ich als Referenzlinse dabei hatte. Ob das am neu eingesetzten Fluoritglas liegt, kann ich nicht beurteilen.
Der Umgang mit einem solch extremen Supertele ist nicht einfach. Bewegungs- oder
Verwacklungsunschärfen werden schneller zum Problem, sich bewegende Motive schiessen leicht aus dem Rahmen.
Im aktuellen Monatsbild ist beim linken Bären durch die Kopfbewegung
bereits Unschärfe feststellbar, obwohl ich mit einer 1/1000 s belichtet habe. Es war auch nicht einfach, das Motiv
richtig positioniert zu halten. In der Serie sind die Bilder vor- bzw. nachher nicht gleich gut komponiert. Das Bild oben ist nicht
beschnitten.
Auch der AF wird von dieser Linse gefordert. Im Modus AF-S habe ich auch bei bewegten Motiven zumeist gute Resultate erzielt. Im Modus AF-C mit 3D-Tracking bei schnelleren Bewegungen gab es viel Ausschuss. Andere AF-C Modi habe ich noch nicht getestet.
Die Linse wird mit einem individuellen Telekonverter ausgeliefert, der nur mit dem 800er zusammen verwendet werden kann. Daraus resultieren sagenhafte 1000mm / f6.7. Erstaunlicherweise leidet die Bildqualität mit dem Konverter kaum. Auf einer DX-Kamera erhält man in dieser Kombination unglaubliche 1500mm / f6.7 in noch nie dagewesener Qualität.
Ausrüstung
Nikon D4 / Nikkor 800 mm / f 8, 1000 s, ISO 3200, ISO-Automatik / AF-S, VR on / Stativ mit Wimberley-Head
© by Lorenz Andreas Fischer




